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Kommunikation - 04. February 2014

IT-Trends 2014

by Mario Sengbusch
Das Jahr 2014 ist nun schon einen ganzen Monat jung und die Vorsätze für dieses Jahr sind gesetzt. So auch in der IT-Branche. Es gibt viele neue Technologien und Fortschritte, mit denen sich die Unternehmen zukünftig beschäftigen müssen. Ich finde es jedes Jahr aufs Neue spannend zu sehen, in welche Richtungen sich die Trends bewegen und möchte daher nachfolgend eine kleine Übersicht für das Jahr 2014 anbieten. Bei meiner Recherche sind mir die folgenden Trends im Hinblick auf ihre Wichtigkeit für die Unternehmen aufgefallen.
 

1. Verwaltung mobiler Geräte: Bring your own Device (BYOD)

Immer mehr Mitarbeiter benutzen private Hardware auch für ihre Arbeit, denn sie sind mit diesen Geräten bereits vertraut. Außerdem warten sie ihre Geräte regelmäßig und versorgen sie mit den neusten Updates. Solche Update-Prozesse sind in großen Unternehmen nur schwer möglich, da sie sehr aufwändig sind und den Einsatz von technologischem Fortschritt bremsen.  Der Trend zum  „Bring your own Device (BYOD)“ wird sich daher in den nächsten Jahren fortsetzen, bedeutet aber auch viel Arbeit für die Unternehmen. Denn diese müssen die Richtlinien für die mitgebrachten Mitarbeitergeräte anpassen und für ausreichenden Datenschutz sorgen. Das Jahr 2014 wird genau für diese Reformen wichtig werden, sodass bald einheitliche Regelungen festgelegt werden. Daraus resultiert, dass in diesem Jahr auch die Belastungen der IT- und Finanzabteilungen steigen werden, denn sie müssen für die Umsetzung dieser Möglichkeiten neue Konzepte erarbeiten und sich mit unvorhersehbaren Konsequenzen auseinandersetzen.

2. Zukunft der Smartphone Apps

Apps für das Smartphone oder das Tablet sind so beliebt wie nie. Täglich werden tausende neuer Apps in den verschiedenen App-Stores eingereicht und erfreuen sich steigender Beliebtheit. Klassische „Must-Have“-Apps wie Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram oder Snapchat geben meist die Trends der App-Entwicklung vor. Doch 2014 soll sich auch die Web-Programmiersprache JavaScript verbessern, sodass die Browser und HTML5 zu einer der beliebtesten Enterprise-Entwicklungs-umgebungen werden. Klassische Software- Unternehmen geraten unter Druck, ihre Anwendungen auch über Smartphones oder das Internet verfügbar zu machen. Daher wird empfohlen qualitativ hochwertige Apps zu erstellen, um am Software-Markt weiterhin ein gefragter Anbieter zu bleiben.

3. Smart Home und Smart Machines

Nicht nur digitale Kleidung ist und bleibt ein cooles Feature, sondern auch die Vernetzung aller Geräte im eigenen Haus. Das sogenannte „Smart Home“ soll die individuelle Steuerung aller Geräte über Apps ermöglichen und einen erheblichen Anteil für effiziente Ressourcen-Nutzung leisten. So wird es bald möglich sein, einen vollautomatischen Kühlschrank zu kaufen. Dieser erstellt bei aufgebrauchten Vorräten eine Bestellliste und schickt diese Liste ein Mal wöchentlich ab, sodass immer für ausreichend Nachschub gesorgt ist. LG Electronics arbeitet bereits an einem solchen „Internet Kühlschrank“, der zusätzlich über eine Smartphone App steuerbar ist. So lassen sich auch Einkaufslisten auf das Handy übertragen und das Kühlschrank-Display über Widgets anpassen. Diese speziellen Geräte, sogenannte „Smart Machines“, werden in naher Zukunft eine höhere Vielfalt von intelligenten Assistenzprogrammen bieten und sind ein sehr attraktiver Trend für Privatanwender und Unternehmen im Jahr 2014.

4. Das Internet der Dinge

Eine weitere Innovation, die erst seit kurzem begonnen hat ist das „Internet der Dinge“. Das bedeutet, alle Dinge in unserem Alltag sollen miteinander vernetzt und mit dem Internet verbunden werden. Unternehmen sollen neue Potentiale erschließen, um wirklich alle  Möglichkeiten dieser neuen Technologien zu nutzen. Smartwatches und das kürzlich gestartete Kickstarter-Projekt des „Smarty Ring“ sind erst der Anfang dieser Ära. Der „Smarty Ring“ zeigt auf einem kleinen LCD-Display über eine Bluetooth-Verbindung die aktuelle Uhrzeit, Telefonate, SMS, E-Mails und Akkustatus an. Darüber hinaus können durch drei Hardwaretasten Funktionen wie Musik- oder Kamera-Steuerung, sowie Gesprächsaufnahmen realisiert werden. Dabei ist seine Größe wie ein handelsüblicher Ring, der nur 4 mm dick ist. Dieser Ring ist nur ein Beispiel für die grenzenlosen Möglichkeiten, die das „Internet der Dinge“ bietet. Man darf also gespannt sein, in welche Richtung sich dieser Trend entwickeln wird.

5. Cloud Computing

Das Cloud Computing ist nun schon seit einigen Jahren bekannt und erfolgversprechend für Unternehmen. Auch 2014 wird dieses Thema weiter gehypt und bleibt topaktuell. Nicht nur seit der NSA-Affäre wird ein zunehmend kritischer Blick auf die Sicherheit dieser Systeme geworfen. Es ist davon auszugehen, dass im folgenden Jahr verstärkt Qualitätssicherungen durchgeführt werden, um die Verarbeitung personenbezogener Daten nach den strengen deutschen Gesetzen zu überprüfen. Gerade internationale Unternehmen stehen ganz oben auf der Prüfliste, da sie durch die länderspezifischen Gesetzgebungen noch einiges aufzuarbeiten haben. Der deutsche Cloud-Markt wird sich jedoch stetig verbessern, denn durch die strengen Auflagen ist er auf dem besten Wege zu einer hohen Zuverlässigkeit, auch hinsichtlich des Datenschutzes.

7. Big Data

In heutigen Unternehmen fällt eine Vielzahl an Daten an. Diese Daten nehmen schnell riesige Dimensionen an, denn sie entstehen durch die verstärkte Vernetzung der Kommunikationstechnologien mit fast allen Lebens- und Geschäftsbereichen. Aus diesem Grund sind neue Verfahren, Algorithmen und Geschäftsprozesse hinsichtlich der Verwaltung, Verarbeitung, Analyse und Verteilung erforderlich. Das Thema Big Data erweitert klassische Business-Analytik Systeme und versucht aus den gesammelten Informationen einen Mehrwert für die Unternehmen zu schaffen. Im Jahr 2014 gilt es, diese Verfahren und Algorithmen anzuwenden, um die extreme Datenflut in den Griff zu bekommen.

Mein Fazit

Es ist erstaunlich zu sehen, wie schnell sich der technologische Fortschritt entwickelt und welche Potentiale noch erschlossen werden können. Uns erwarten im Jahr 2014 viele Verbesserungen und Innovationen, die teils schon marktreif sind, wie zum Beispiel die 3D-Drucker. Ich freue mich daher schon sehr auf die folgenden Monate und bin zuversichtlich, dass 2014 ein spannendes Jahr wird.     

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